Berater: Sorgen, Frau Bundeskanzlerin?
Merkel: Woher wissen Sie das?
Berater: Sie gucken nicht wie auf den Wahlplakaten.
Merkel: Kein Wunder, das war Photoshop sagte mir die Agentur.
Berater: Ein bisschen Fotonachbearbeitung, aber damals waren Sie doch besser gelaunt.
Merkel: Diese beiden Quertreiber machen mich ganz krank. “Die Zeit” behauptet schon, ich hätte das Ruder nicht im Griff.
Berater: Guido und Horst?
Merkel: Genau. Die tun alles, um meinen Frieden zu stören.
Berater: Frau Kanzlerin?
Merkel: Der eine will Steuererleichterungen, obwohl jeder weiß, daß er die nur für die Reichen will und das unser Haushalt das überhaupt nicht zulässt. Der andere will Hoteliers entlasten.
Berater: Dabei sind die in Bayern doch gar keine richtige Partei mehr seit der letzten Wahl. Knapp drei Millionen Stimmen hatten die nur!
Merkel: Eben! (Merkel ist sehr entrüstet) Was glaube die eigentlich was die sind? Der Guido ist so ein arroganter Schnösel. Hatte 14.6% und hält sich für die absolute Mehrheit. Den haben wir auch noch zum Außenminister gemacht. Mein Lieblingsamt haben wir dem gegeben.
Berater: Das Zugeständnis an die Koalition.
Merkel: Hätte ich doch nur auf Sie gehört!
Berater: Ja, Frau Bundeskanzlerin?
Merkel: Hätte ich doch mit dem lieben Peer weitergemacht.
Berater: Ich habe Ihnen ja gesagt, daß das besser gewesen wäre. Mit denen von der SPD konnten Sie doch ganz gut.
Merkel: Hätte ich doch gewusst, daß der die beiden so quertreiben! Ich kriege ja in diesem Land nichts mehr geregelt.
Berater: Das Problem hatte Schmidt auch schon mal. Damals hat ihn nicht mal mehr seine eigene Partei unterstützt. Die haben Sie noch. Hauen Sie mal richtig auf den Tisch.
Merkel: Ich habe das Gefühl, daß die beiden Herren das nicht interessiert.
Berater: Aber abtauchen hilft Ihnen auch nicht, Frau Bundeskanzlerin.
Merkel: Das sagte mein Helmut auch immer zu mir. Was meinen Sie: gehen die Steuererleichterungen durch den Bundesrat? Ich komme da nicht gegen an. Der Guido hatte das zur Bedinung gemacht für die Koalition. Vielleicht können wir das auf Ratsebene stoppen?
Berater: Klar, das ginge wohl. Da müssen Sie nur mit Ihren Freunden auf Landesebene sprechen. Das kann aber dauern. Und in der Zwischenzeit zerreißt Sie die Presse.
Merkel: Hätte ich nur wieder den lieben Peer. Damals fühlte ich mich so sicher und gut. Das lief so prima. Wenigstens mit Peer lief es gut.
Berater: Ja, Frau Bundeskanzlerin!







In der Tat, jetzt merken wir langsam, was wir an der großen Koalition hatten. Die Regierung von CDU und SPD war zwar auch nicht viel wert, aber gegen die jetzige …