Ja, Frau Bundeskanzlerin – #13 – Koalitionssorgen
10 Jan 2010
Berater: Sorgen, Frau Bundeskanzlerin?
Merkel: Woher wissen Sie das?
Berater: Sie gucken nicht wie auf den Wahlplakaten.
Merkel: Kein Wunder, das war Photoshop sagte mir die Agentur.
Berater: Ein bisschen Fotonachbearbeitung, aber damals waren Sie doch besser gelaunt.
Merkel: Diese beiden Quertreiber machen mich ganz krank. “Die Zeit” behauptet schon, ich hätte das Ruder nicht im Griff.
Berater: Guido und Horst?
Merkel: Genau. Die tun alles, um meinen Frieden zu stören.
Berater: Frau Kanzlerin?
Merkel: Der eine will Steuererleichterungen, obwohl jeder weiß, daß er die nur für die Reichen will und das unser Haushalt das überhaupt nicht zulässt. Der andere will Hoteliers entlasten.
Berater: Dabei sind die in Bayern doch gar keine richtige Partei mehr seit der letzten Wahl. Knapp drei Millionen Stimmen hatten die nur!
Merkel: Eben! (Merkel ist sehr entrüstet) Was glaube die eigentlich was die sind? Der Guido ist so ein arroganter Schnösel. Hatte 14.6% und hält sich für die absolute Mehrheit. Den haben wir auch noch zum Außenminister gemacht. Mein Lieblingsamt haben wir dem gegeben.
Berater: Das Zugeständnis an die Koalition.
Merkel: Hätte ich doch nur auf Sie gehört!
Berater: Ja, Frau Bundeskanzlerin?
Merkel: Hätte ich doch mit dem lieben Peer weitergemacht.
Berater: Ich habe Ihnen ja gesagt, daß das besser gewesen wäre. Mit denen von der SPD konnten Sie doch ganz gut.
Merkel: Hätte ich doch gewusst, daß der die beiden so quertreiben! Ich kriege ja in diesem Land nichts mehr geregelt.
Berater: Das Problem hatte Schmidt auch schon mal. Damals hat ihn nicht mal mehr seine eigene Partei unterstützt. Die haben Sie noch. Hauen Sie mal richtig auf den Tisch.
Merkel: Ich habe das Gefühl, daß die beiden Herren das nicht interessiert.
Berater: Aber abtauchen hilft Ihnen auch nicht, Frau Bundeskanzlerin.
Merkel: Das sagte mein Helmut auch immer zu mir. Was meinen Sie: gehen die Steuererleichterungen durch den Bundesrat? Ich komme da nicht gegen an. Der Guido hatte das zur Bedinung gemacht für die Koalition. Vielleicht können wir das auf Ratsebene stoppen?
Berater: Klar, das ginge wohl. Da müssen Sie nur mit Ihren Freunden auf Landesebene sprechen. Das kann aber dauern. Und in der Zwischenzeit zerreißt Sie die Presse.
Merkel: Hätte ich nur wieder den lieben Peer. Damals fühlte ich mich so sicher und gut. Das lief so prima. Wenigstens mit Peer lief es gut.
Berater: Ja, Frau Bundeskanzlerin!
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