In den ersten Tagen nach der Katastrophe auf Haiti, konnten Ärzte und Rettungsteams nicht nach Haiti fliegen, weil keine freien Plätze in den Urlaubermaschinen frei waren, die die Deutschen für Ihren Aufenthalt in der Dominikanischen Republik nutzen. Offenbar war keiner der Urlauber bereit, den Ärzten oder einer der zahlreichen Hilfsorganisationen Plätze anzubieten. Die Fluggesellschaften hatten Verträge mit den Urlaubern, die wichtiger waren, als Hilfsorganisationen nach Haiti zu fliegen.
Dabei sind die ersten Stunden nach der Katastrophe so entscheidend, denn bei 30-35 Grad im Schatten, benötigen die Verschütteten dringend Wasser und medizinische Versorgung. Das Erdbeben der Stärke 7 hatte verheerende Schäden an den Gebäuden und grauenhafte Verwüstungen angerichtet. Es war offensichtlich, daß dort zehntausende Tote zu erwarten waren.
Bereits am Mittwoch, den 13. Januar 2010 hatten sich Mitglieder des I.S.A.R Duisburg für den Flug nach Haiti fertig gemacht, bekamen aber keinen Flugplatz in den zahlreichen Maschinen in das Land. Denn in Düsseldorf flogen die Urlauber in ausgebuchten Fliegern. Die Fluggesellschaften haben keinen wichtigen Grund den Vertrag mit den Urlaubern zu kündigen für die vielen sterbenden Menschen (das würde rechtlich einen Vertragsbruch bedeuten). Sprich: es gibt keine entsprechenden Gesetze oder Regelungen für solche Fälle.
Von selbst kam man beim Auswärtigen Amt auch nicht auf die Idee, eine Bundeswehrmaschine klar zu machen. Auf Anfrage des WDR stellte man dort fest, daß keine Anfrage für eine Maschine vorgelegen habe. So flogen die Helfer erst nach drei Tagen (Freitag) endlich nach Haiti (Port-au-Prince). Ankunft Samstag (Tag vier nach dem Beben). Die Wahrscheinlichkeit nach vier Tagen den Verschütteten helfen zu können sind sehr gering.
Mich verblüfft, daß die Bundesregierung 7,5 Millionen EURO zur Verfügung stellt für die Hilfe, wo doch ganz schnell 500 Milliarden für die Banken zur Verfügung standen. Und daß es keine Notfallpläne mit sofort startenden Bundeswehrtransportmaschinen und Hilfsorganisationen gibt.
Wichtiger scheint zu Zeiten von Katastrophen immer der Hinweis zu sein, ob Deutsche unter den Toten sind. Hallo Frau Merkel: aufwachen. Klopf, klopf: möchten Sie mal vier Tage ohne Wasser unter den Trümmern liegen? Ich würde mir wünschen, die deutschen Politiker würden beginnen Verantwortung zu übernehmen und ein gewisses Mitgefühl und Aufmerksamkeit für diese Welt mitbringen. So bleibt der bittere Beigeschmack, daß die jetzige Regierung eine Vereinigung von Vollpfosten ist.
Bananenrepublik Deutschland!
Foto: © timotheos / pixelio!







In der Tat hat sich unsere Regierung mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert. Die große Koalition war schon nicht gut, aber die schwarz-gelben in der (bisherige) Tiefpunkt deutscher Regierungen. FDP und CSU tanzen ungeniert nach der Pfeife der Lobbyisten und Frau Merkel wird zunehmend unsichtbar. Es sollte mich nicht wundern, wenn diese Regierung vorzeitig abtreten müsste. Aber was dann?